Major Alexander im Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände in Hannover.

Corona: Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände in Hannover

22.04.2020

Wie sich die Bundeswehr auf die Möglichkeit hoher Patientenzahlen vorbereitet. Auf dem Messegelände in Hannover wird ein Behelfskrankenhauses errichtet. Major Alexander erklärt, warum das Projekt gerade jetzt so wichtig ist.

  • Hinsichtlich der aktuellen Corona-Situation hat das Land Niedersachsen zusammen mit der Bundeswehr ein Behelfskrankenhaus auf dem Messegelände in Hannover errichtet.
     
  • Es soll nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Unterbringung von Patientinnen und Patienten aufgrund von mangelnden Plätzen in den Kliniken nicht mehr möglich ist.

„Momentan ist die Patientenzahl noch relativ niedrig“, so Major Alexander, Projektoffizier und Fachberater des Sanitätsdienstes für das Behelfskrankenhaus. Bei dem Projekt in Hannover ist er die Schnittstelle zwischen dem medizinischen Bereich, den der Sanitätsdienst abbildet, und dem Bereich, der für die Planung und den Bau zuständig ist.

Für den Fall, dass sich die Patientenzahlen erhöhen könnten, fühlt sich Major Alexander gut vorbereitet: „Wir sind jetzt noch in der guten Situation. Denn wir sind früh dran. Man hat erkannt, dass wir frühzeitig agieren müssen, weil eine Patientenwelle irgendwann kommen wird. So ist zumindest die derzeitige Prognose. Wir hatten eine Videokonferenz mit der Universitätsklinik in Wuhan. Viele Erfahrungen und Ideen daraus sind hier in dieses Projekt eingeflossen. In China haben sie innerhalb von zwei Wochen ein riesiges Krankenhaus aufgebaut – so viel langsamer sind wir nicht.“

Zur optimalen Vorbereitung in Hannover gehören auch regelmäßige Fortbildungen. „Wir halten uns mit Unterricht und Lagebesprechungen tagesaktuell auf dem Laufenden, sodass wir sehr schnell handlungsfähig sind, wenn die Patientinnen und Patienten kommen“, erklärt Major Alexander.

Für diesen Fall sind zur Unterstützung derzeit ca. 45 Sanitätsoffizieranwärterinnen und -anwärter an dem Projekt beteiligt. Hierbei handelt es sich um Studentinnen und Studenten, die über die Bundeswehr Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie oder Tiermedizin studieren und im entsprechenden Fall bei der Versorgung der Patientinnen und Patienten helfen werden. „Es ist, glaube ich, für uns alle eine große Aufgabe, hier mithelfen zu dürfen. Es ist schließlich auch einer der Gründe, warum wir eine Uniform tragen – weil es eben kein Normalfall ist“, sagt Leutnant Laura, die im achten Semester Humanmedizin studiert, über den Einsatz.

 

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Weiterbildungen halten alle Beteiligten auf dem aktuellsten Stand der Corona-Lage und dienen gleichzeitig der Vorbereitung auf eine erhöhte Patientenanzahl.

Weiterbildungen halten alle Beteiligten auf dem aktuellsten Stand der Corona-Lage und dienen gleichzeitig der Vorbereitung auf eine erhöhte Patientenanzahl. © Bundeswehr / Danielle Suarez Wessel

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